AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 – Geltungsbereich dieser AGB

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge, die zwischen der Kundschaft und Datenrettung Andreas Wach, Weidenhäuser Straße 97, 35037 Marburg, über die Webseiten https://www.datenrettung-aw.de oder https://www.computerservice-aw.de geschlossen werden.

Abweichende Geschäftsbedingungen der Kundschaft finden keine Anwendung, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

§ 2 – Verbraucher und Unternehmen

Verbraucher sind natürliche Personen, die ein Rechtsgeschäft zu überwiegend privaten Zwecken abschließen.

Unternehmen sind natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die ein Rechtsgeschäft im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit abschließen.

§ 3 – Ablauf des Auftrags und Zustandekommen des Vertrages

(1) Gegenstand des Vertrages ist die Erbringung von Leistungen im Bereich Datenrettung, Hardware-Diagnose, Reparatur oder Computerservice.

(2) Die anfragende Person stellt zunächst unverbindlich über das Diagnoseformular eine Anfrage zur gewünschten Datenrettung oder Analyse.

(3) Das Unternehmen bestätigt den Eingang der Anfrage erst nach Erhalt des versichert eingesendeten Datenträgers oder der Hardware.

(4) Anschließend erfolgt eine technische Analyse, um die Umsetzbarkeit einer Datenrettung oder Reparatur zu prüfen.

(5) Wenn Aussicht auf Erfolg besteht, erhält die anfragende Person ein verbindliches Angebot per E‑Mail. Angebote werden nur an Personen in Deutschland und Österreich übermittelt. Angebote in die Schweiz sind nur in Ausnahmefällen möglich.

(6) Der Vertrag kommt erst zustande, wenn das Angebot ausdrücklich angenommen wird. Wird das Angebot abgelehnt, wird die Hardware auf Kosten der Kundschaft versichert zurückgesendet.

(7) Die eigentliche Datenrettung beginnt erst nach Annahme des Angebots. Die Dauer hängt maßgeblich vom technischen Zustand des Datenträgers ab. Sie kann von einer kurzfristigen Bearbeitung innerhalb weniger Stunden bis hin zu mehreren Tagen, Wochen oder – bei schweren mechanischen oder elektronischen Defekten – auch länger variieren.

Insbesondere bei defekten Festplatten kann es erforderlich sein, den Datenträger zunächst technisch instand zu setzen. Hierzu können der Austausch oder die Reparatur einzelner Komponenten notwendig sein. Ersatzteile werden teilweise aus dem Ausland bezogen, was zusätzliche Lieferzeiten verursachen kann. Diese technischen und logistischen Faktoren können die Gesamtdauer der Datenrettung verlängern.

(8) Nach Abschluss der Datenrettung erhält die Kundschaft eine Verzeichnis- und Dateiliste über einen Cloud‑Zugang. Dieser Zugang ist 14 Tage gültig. In Einzelfällen kann keine Liste bereitgestellt werden, wenn die hierfür erforderlichen Index‑ oder Dateisystemdaten nicht rettbar waren. In solchen Fällen erfolgt die Information über den Umfang der geretteten Daten in geeigneter alternativer Form.

(9) Anschließend wird eine Rechnung ausgestellt. Die Zahlung kann per Vorkasse (Banküberweisung), per Kartenzahlung oder bei persönlicher Übergabe erfolgen. Nach Ausstellung der Rechnung ist der Rechnungsbetrag sofort fällig. Verbraucher geraten gemäß § 286 Abs. 3 BGB spätestens 30 Tage nach Zugang der Rechnung in Verzug. Auf diese Rechtsfolge wird hiermit hingewiesen.

(10) Die geretteten Daten werden nach Zahlungseingang entweder persönlich übergeben oder auf einem neuen oder kundeneigenen Datenträger versichert an die angegebene Adresse versendet. Eine nachträgliche Adressänderung ist aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen.

(11) Sollte sich nach der Dateiliste herausstellen, dass die Daten doch nicht erfolgreich gerettet werden konnten, entstehen keine Kosten, sofern keine Diagnosekosten oder ein ExpressService vereinbart wurden.

§ 4 – Diagnosekosten

(1) Diagnosekosten fallen nur an, wenn ihnen ausdrücklich zugestimmt wurde.

(2) Die Diagnose ist eine eigenständige Dienstleistung und unabhängig vom Erfolg der späteren Datenrettung zu vergüten.

§ 5 – Preise, Zahlung und Versand

(1) Alle Preise sind Gesamtpreise inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer.

(2) Versandkosten werden zusätzlich berechnet und sind auf der Webseite einsehbar.

(3) Bei Lieferungen außerhalb der EU können zusätzliche Gebühren wie Zoll oder Bankgebühren entstehen.

(4) Die Zahlung erfolgt per Vorkasse (Banküberweisung), per Kartenzahlung oder bei persönlicher Übergabe.

(5) Der Versand erfolgt versichert an die angegebene Adresse.

(6) Das Versandrisiko trägt die Kundschaft. Das Unternehmen haftet nicht für Schäden, die durch den Versanddienstleister entstehen.

(7) Der ExpressService ist eine gesondert zu vergütende Leistung. Die Diagnose beginnt erst nach Zahlungseingang.

§ 6 – Keine Garantie auf Erfolg der Datenrettung

Eine Datenrettung kann technisch niemals garantiert werden. Die Erfolgsaussichten hängen vom Zustand des Datenträgers, der Art des Schadens sowie der Lesbarkeit der gespeicherten Daten ab.

Die Kundschaft erhält nach Abschluss der Datenrettung eine Verzeichnis‑ und Dateiliste oder einen vergleichbaren Nachweis, um den Umfang der wiederhergestellten Daten selbst überprüfen zu können. In Einzelfällen kann eine solche Liste nicht erstellt werden, wenn die hierfür erforderlichen Index‑ oder Dateisystemdaten nicht rettbar waren.

Es besteht keine Garantie für eine vollständige Wiederherstellung aller Daten. Insbesondere kann nicht zugesichert werden, dass beschädigte Dateien lesbar sind, bestimmte Dateitypen wiederhergestellt werden können oder dass die geretteten Daten in Qualität oder Vollständigkeit dem ursprünglichen Zustand entsprechen.

Die Überprüfung der geretteten Daten erfolgt stichprobenartig. Eine vollständige Kontrolle sämtlicher Dateien ist technisch nicht möglich.

§ 7 – Risiken während der Diagnose und Datenrettung

Die Kundschaft erkennt an, dass stark beschädigte oder technisch instabile Datenträger während der Diagnose oder Datenrettung weiter beschädigt werden können.

Dies kann beispielsweise durch mechanische Defekte, instabile Bauteile oder bereits vorhandene Schäden entstehen.

Solche zusätzlichen Schäden lassen sich technisch nicht vollständig ausschließen und stellen ein normales Risiko bei der Bearbeitung defekter Datenträger dar.

Hieraus können keine Ansprüche gegen das Unternehmen abgeleitet werden.

§ 8 – Umgang mit defekten Datenträgern

(1) Intakte Speicher und Speichermedien, die nicht ausgelesen werden konnten, werden in jedem Fall zurückgesendet.

(2) Alle Preise und Angebote basieren darauf, dass defekte Speichermedien nach Abschluss der Datenrettung beim Unternehmen verbleiben dürfen. Defekte Datenträger oder deren Bauteile werden nicht zurückgesendet. Sie werden entweder fachgerecht zerstört oder für technische Analyse- und Ersatzteilzwecke weiterverwendet.

(3) Wird eine Rücksendung eines defekten Speichermediums gewünscht, muss der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden. Dieser Vorgang ist mit zusätzlichem technischem Aufwand verbunden und wird mit 58,90 Euro berechnet. Dies gilt insbesondere, wenn der Datenträger durch den Austausch von Bauteilen funktionsfähig gemacht wurde und diese Ersatzteile nach erfolgreicher Datenrettung wieder ausgebaut werden müssen.

§ 9 – Aufbewahrung und Nichtabholung

(1) Die Hardware wird nach Abschluss des Auftrags maximal 3 Monate aufbewahrt. Vor Ablauf dieser Frist erfolgt mindestens eine Erinnerung per E‑Mail.

(2) Erfolgt innerhalb dieser Zeit keine Rückmeldung oder Zahlung, kann die Hardware entsorgt werden.

§ 10 – Haftung

Es gelten die gesetzlichen Haftungsregelungen.

Das Unternehmen haftet nicht für mittelbare oder indirekte Schäden, insbesondere nicht für entgangenen Gewinn, Betriebsunterbrechungen, Kosten durch Datenverlust oder Wiederherstellungskosten durch Dritte.

Für leichte Fahrlässigkeit wird nur gehaftet, wenn eine wesentliche Vertragspflicht verletzt wurde.

Bei gewerblicher Kundschaft beträgt die Gewährleistungsfrist ein Jahr.

§ 11 – Datenschutz und Vertraulichkeit

(1) Alle Daten werden vertraulich behandelt.

(2) Einsichtnahme erfolgt ausschließlich zur technischen Durchführung der Datenrettung oder Reparatur.

(3) Gerettete Daten werden nach Versand vollständig gelöscht.

(4) Es gilt die Datenschutzerklärung auf der Webseite.

§ 12 – Rechte Dritter

Die Kundschaft versichert, dass an den übermittelten Daten keine Rechte Dritter bestehen und keine strafbaren Inhalte enthalten sind.

Die Kundschaft stellt das Unternehmen von allen Ansprüchen frei, die aufgrund solcher Inhalte entstehen.

§ 13 – Rechtswahl und Gerichtsstand

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

(2) Bei Verbrauchern gilt dies nur, sofern dadurch kein zwingender Schutz des Aufenthaltsstaates entfällt.

(3) Für gewerbliche Kundschaft ist der Gerichtsstand der Sitz des Unternehmens.

§ 14 – Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.